Eva Thorvald hat keine Mutter. Die ist mit dem Sommelier durchgebrannt, als Eva gerade drei Monate alt war. Eva hat auch keinen Vater, denn der ist gestorben, als er ein olfaktorisch und geschmacklich mehr als fragwürdiges norwegisches Nationalgericht die Treppen hinauftragen wollte. Da war Eva ein halbes Jahr alt. Als Eva elf ist, zieht sie Chili in ihrem Kleiderschrank, besonnt von den Lampen, mit denen ihr Cousin Randy einst Cannabis züchtete. Und sie hat noch etwas viel Besseres: den absoluten Geschmackssinn. So wird aus dem schüchternen Mädchen die gefragteste Köchin Nordamerikas. Mit ihren Kochkünsten verführt Eva die Menschen, labt ihre Gaumen und gibt manchmal ihren Leben erst einen Sinn. Eine Geschichte über die Familie, die man verliert, Freunde, die man findet, und Zufallsbekanntschaften, die über ein ganzes Leben bestimmen.


J. Ryan Stradal, geboren 1975, wuchs in Hastings, Minnesota, auf. Er studierte Film, Fernsehen und Radio an der Northwestern University. Seitdem erschienen seine Kurzgeschichten in zahlreichen Zeitschriften und Magazinen. Er selbst ist Lektor, Redakteur bei einem Literaturmagazin und Produzent von Fernsehserien J. Ryan Stradal lebt in Los Angeles, Kalifornien. Für sein Romandebut erhielt er den ›Indies Choice Book Award‹ 2016.



Robert Gwisdek las aus der deutschen Übersetzung. Geboren 1984 in Berlin, ist Schauspieler, Musiker und Buchautor. Bekannt wurde er einem breiten Publikum durch seine Rollen in den Filmen "Renn, wenn du kannst", "13 Semester" und "3 Zimmer/Küche/Bad". Unter dem Namen Käptn Peng ist er als Musiker überaus erfolgreich. Sein erster Roman "Der unsichtbare Apfel" erschien 2014.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Diogenes Verlag und der Buchbox Berlin.

 

Berlin, Ende Mai 1934. Die anfängliche Begeisterung für die Regierung Hitler schwindet, die unberechenbare SA macht vielen Bürgern Angst. Und Gereon Rath gerät bei seinen aktuellen Ermittlungen ausgerechnet mit den Braunhemden aneinander.

© Monika Sandel
© Monika Sandel
Unter der Eisenbahnbrücke an der Liesenstraße, unter einer unvollendeten kommunistischen Parole, liegt ein SA-Mann, der scheinbar erschlagen wurde, tatsächlich aber an einem Glasauge erstickt ist. Am Tatort trifft Kommissar Rath auf seinen früheren Kollegen Reinhold Gräf, der nun für die Geheime Staatspolizei arbeitet. Während Gräf von einem politischen Mord ausgeht, ermittelt Rath in eine andere Richtung und entdeckt Verbindungen zum zerschlagenen Ringverein »Nordpiraten«, der seine kriminellen Aktivitäten als SA-Sturm getarnt fortsetzt. Als ein zweiter SA-Mann erschlagen aufgefunden wird, scheint alles auf eine Mordserie zu deuten. Eine Spur führt in den seit Kurzem geschlossenen Lunapark, einstmals Berlins berühmtester Rummel. Und Rath fragt sich, welche Rolle Unterweltboss Johann Marlow, ein Erzfeind der »Nordpiraten«, in diesem Fall spielt. Die politische Lage wird immer brisanter, Raths Frau Charly gerät in SA-Haft, und der Kommissar wird in einen Strudel sich überschlagender Ereignisse gezogen, an deren Ende er sogar einen unmissverständlichen Mordauftrag erhält. Wird er ihn ausführen? Volker Kutscher liefert atemlose Spannung und das packende Porträt politisch höchst unruhiger Zeiten.

Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor in Köln. Mit dem Roman »Der nasse Fisch«, dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Rath im Berlin der 30er-Jahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem bisher vier weitere folgten.

Für ein besonderes Rahmenprogramm sorgte die 20er-Jahre-Band Chat Noir.
Chat Noir ist ein international besetztes, akustisches Swing Quartett bestehend aus Sopransaxophon, akustischer Gitarre, Kontrabass & Vibraphon. Diese originelle Besetzung sorgt für einen unverwechselbaren Sound! Die vier Musiker aus Deutschland, Kanada und Korsika spielen Swing-Klassiker der 20er und 30er Jahre. Mit originellen Arrangements, feurigen Improvisationen und Virtuosität begeistern Chat Noir das Publikum wo immer sie spielen!

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kiepenheuer & Witsch Verlag und der Buchbox Berlin.

 

 

 

Helge Timmerberg war nie ein Pauschaltourist: Schon früh bereiste er Länder, von denen andere nur träumen, traf Menschen, denen andere nie begegnen. Und er schrieb darüber: packende Reportagen und Bücher, farbig, voller Humor und ohne Tabus.

Dies ist seine Autobiografie und gleichzeitig sein vielleicht persönlichstes Buch: Er schildert seine Anfänge als Journalist in Bielefeld und die Jahre danach, in denen er für »Tempo«, »Playboy« und »Stern« schrieb, berichtet offen und ungeschminkt von seinen Frauen, den Partys und den Exzessen seiner goldenen Jahre in Havanna. Wir werden Zeuge seines tiefen Drogenabsturzes – und erleben mit, wie er auf einer Reise durch den Himalaja sein Leben wiederfindet.

»Ich ging über das Dach der Welt, und unter mir lag mein Leben. 49 Jahre, also sieben mal sieben. Ich sah meine Kindheit, meine Schulzeit, meine Jugend, ich sah mich als jungen Mann, als erwachsenen Mann, als richtigen Mann und als den Mann der letzten sieben Jahre. Ich sah meine Schwächen und meine Stärken, die Sünden und die Tugenden, die guten und die bösen Taten. Ich sah die Drachenrücken des Himalaja unter einem ungewöhnlich nahen Himmel, und synchron dazu sah ich auf den Weg meiner Seele. Und die Frage war: Was ist aus ihr geworden, was ist aus mir geworden in diesen 49 Jahren?«

Helge Timmerberg, geboren 1952, reiste mit siebzehn zum ersten Mal nach Indien. Dort beschloss er, Journalist zu werden; seitdem schreibt er Reisereportagen aus aller Welt, u. a. für »Stern« und »Die Zeit«.
Er lebt in St. Gallen, Marrakesch und Wien.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Piper-Verlag und der Buchbox Berlin.

 

 

 

Philipp Winkler stellt erstmals seinen für den Deutschen Buchpreis 2016 nominierten Debütroman „HOOL“ vor.

Jeder Mensch hat zwei Familien. Die, in die er hineingeboren wird, und die, für die er sich entscheidet. HOOL ist die Geschichte von Heiko Kolbe und seinen Blutsbrüdern, den Hooligans. Philipp Winkler erzählt vom großen Herzen eines harten Jungen, von einem, der sich durchboxt, um das zu schützen, was ihm heilig ist: Seine Jungs, die besten Jahre, ihr Vermächtnis. Winkler hat einen Sound, der unter die Haut geht. Mit HOOL stellt er sich in eine große Literaturtradition: Denen eine Sprache zu geben, die keine haben.

Winkler schreibt bewegend, kraftvoll und mit feinem Gespür für die Welt der Außenseiter. Denn eigentlich ist Heiko Kolbe ein hoffnungsloser Romantiker und seine Gewalt ein stummer Schrei nach Liebe. Moritz Rinke

Philipp Winkler, 1986 geboren, aufgewachsen in Hagenburg bei Hannover. Studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim. Lebt in Leipzig. Auslandsaufenthalte im Kosovo, in Albanien, Serbien und Japan. Neben Veröffentlichungen in Literaturmagazinen und -anthologien, erhielt er 2008 den Joseph-Heinrich-Colbin-Preis und 2015 für Auszüge aus Hool den Retzhof-Preis für junge Literatur des Literaturhauses Graz. „HOOL“ ist sein Debütroman.
Moderation: Julia Encke (Literaturchefin Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Aufbau-Verlag und der Buchbox Berlin.

 

 

 

"Dieser Roman über eine Liebe ist ein großes, begeisterndes Wagnis, dem man sich nicht entziehen kann." Christian Berkel

Lottos leuchtender Charme bezwingt jeden, Mathildes Schönheit wirft ein Schimmern an jede Wand. Dass sie füreinander bestimmt sind, scheint eine simple göttliche Gleichung zu sein. Sie lieben sich, sie begehren einander, sie heiraten und ziehen nach New York. Ist das alles glückliche Fügung, oder lenkt hier jemand mit kühlem Verstand die Geschicke? Ahnt Lotto, welchen Zorn Mathilde hinter ihrem sanften Lächeln verbirgt? Und was geschieht, wenn sich eine einzige Annahme in ihrem Beziehungskosmos als Illusion herausstellt – was bleibt dann bestehen? In einer vor Energie pulsierenden Sprache entwirft Lauren Groff das Bild einer Ehe, hinter deren Glanz sich schleichend etwas Dunkleres offenbart. Denn die Geschichte von Lotto und Mathilde kann auch ganz anders erzählt werden.

Lauren Groff wurde 1978 in Cooperstown, New York, geboren. Nach ihrem Literaturstudium veröffentlichte sie die Romane "Die Monster von Templeton" und "Arcadia" sowie zahlreiche Erzählungen, unter anderem in The New Yorker, Harper’s und The Atlantic. Mit ihrem Bestseller "Licht und Zorn" feierte sie in den USA bereits große Erfolge. Barack Obama erklärte Lauren Groffs Roman zu seinem Buch 2015, beim National Book Award stand sie auf der Shortlist.

Christian Berkel, Schauspieler, liest aus der Übersetzung des amerikanischen Bestsellers.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit den Hanser Literaturverlagen und der Buchbox Berlin.

 

 

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