Foto: © Laurence Chaperon
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Irgendwann prallt es einfach nicht mehr nur ab – dieser Hass, diese Beleidigungen, diese Ausrufezeichen!
Renate Künast ist nicht die erste und sicher auch nicht die letzte Politikerin, die sich mit Hatespeech auf ihrer Facebook-Seite oder Twitter konfrontiert sieht. Doch sie sucht einen Weg aus dieser immer krasser werdenden Wutspirale im Schutze der Anonymität des Internets – denn Hass ist keine Meinung und entzieht sich jeder Diskussionsgrundlage. 
Am 8. September um 20 Uhr kommt Renate Künast in die Backfabrik Clinker Lounge, stellt ihr neues Buch erstmals vor und erzählt, wie man am Besten auf Hass-Kommentare reagiert. Denn dazu hat sie ihren ganz eigenen Zugang gefunden.

In "Hass ist keine Meinung" setzt sie sich reflektiert mit Theorie und Praxis auseinander: Theorie heißt Zustandsbeschreibung: Renate Künast klärt, welche Wut gerade in Deutschland herrscht und woher sie eigentlich kommt, aber auch welche Schutzmaßnahmen Einzelne oder die Politik und Unternehmen gegen diesen Verlust an Respekt gegenüber anderen Menschen ergreifen können. 
Praxis heißt aktive Auseinandersetzung mit Hass im Netz:Renate Künast beschreibt, wie sie es zunächst unter anderem mit ihrem eigenen Hass-Tool – nämlich mit Humor – versucht hat.
Letztes Jahr kam sie jedoch zu dem Punkt: Das reicht nicht aus! Gemeinsam mit einer Spiegel-Reporterin besuchte die Politikerin die sogenannten Hater, konfrontierte diese mit deren Hasskommentaren und erlebte ganz unterschiedliche Reaktionen. Das wichtigste Fazit nach den Besuchen für Künast selbst: „Der persönliche Kontakt in Gesprächen löst manche Fragen und Vorurteile auf und bringt zugleich neue Fragen. Zusammenhänge werden sichtbar, Motive klarer.“

In klarer Sprache analysiert sie nun, woher der Hass kommt, warum AfD, Trump und Co. die Wut schüren und wie sie ihnen nützt – und sie warnt davor, wohin der Hass führen wird, wenn wir jetzt nicht eingreifen. Ein eindringlicher Debattenbeitrag.

Renate Künast, geboren 1955 in Recklinghausen, ist Politikerin, Juristin und Sozialarbeiterin. Von 2000 bis 2001 war sie Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, von 2001 bis 2005 Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und von 2005 bis 2013 Vorsitzende der Bundestagsfraktion ihrer Partei. Seit Januar 2014 ist sie Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz. Sie lebt in Berlin.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Buchbox Berlin.
© Berliner Puppentheater
© Berliner Puppentheater
Siegel Erlebt die Vorgeschichte. Wie Pippi in die Villa Kunterbunt einzieht, Tommy und Annika kennen lernt. Und viele weitere Abenteuer.

Pippi Langstrumpf ist seit Jahrzehnten eine beliebte Kinderheldin. Ihre Geschichten begeistern Klein und Groß. Am 11. Juni 2017 holen wir Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf mitsamt ihrer Villa Kunterbunt, Herrn Nielsson und dem Kleinen Onkel erneut auf die Bühne der Backfabrik. Seid bei ihren größten Abenteuern dabei.

Es spielen für Euch das Berliner Puppentheater, Silvia und Achmed Brahim. Sie sind Puppenspieler mit Leib und Seele. Bereits ihre Großeltern lebten diese Berufung mit Leidenschaft und haben ihre Tradition ihren Enkeln vermacht. Ob lustig oder tiefgründig, die beiden Künstler spielen stets vor liebevoll gestalteten Kulissen und mit Hilfe von handgefertigten Figuren. In der Literaturstation der Backfabrik habt ihr die Gelegenheit, dieses traditionelle Handwerk in modernem Gewand zu erleben und euch begeistern zu lassen!

Für Kinder ab 3 Jahren.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Buchbox Berlin.

Huberta von Voss-Wittig Huberta von Voss-Wittig, Autorin und Director of Communications von Seeds of Peace, New York im Dialog mit Jörg Thadeusz vom RBB

Huberta von Voss-Wittig lebt seit 2010 in den USA, wo sie an der Seite ihres Mannes, Botschafter Peter Wittig, Deutschland vertritt. Sie leitet die Kommunikationsabteilung der angesehenen internationalen Organisation Seeds of Peace, die seit 1993 hoch talentierte Jugendliche aus Konfliktregionen in lösungsorientierten Verhandlungstechniken ausbildet. Wie "Start-ups for Peace" funktionieren und warum es notwendig ist, im Nahen Osten  - aber auch in weseltichen Gesellschaften - in junge Brückenbauer zu investieren, wird Thema des Podiumsgesprächs sein. 

Huberta von Voss-Wittig ist auch Autorin mehrerer Bücher, u. a. über Kinderarmut in Deutschland (Rowohlt), und Mutter von vier Kindern im Alter von 8 bis 26 Jahren.

Im Anschluss an Dialog und Diskussion bitten wir zum lockeren Get-together.

Eine Veranstaltung der Bürgerstiftung Berlin in Zusammenarbeit mit dem Förderer des Projektes, der Braunschweiger Privatbank.

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Foto: © Laurence Chaperon
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Foto: Oliver Rath, Jonas Lindstroem
In "Als wir für immer jung waren" schwelgte Matthias Kalle, stellvertretender Chefredakteur des ZEITmagazins, in den Erinnerungen unserer Jugend. Am 6. April kam er gemeinsam mit Olli Schulz in die Clinker Lounge der Backfabrik und sprach darüber.

Wie sah dein erster Kassettenrecorder aus? Wer war deine große Liebe, als »Dirty Dancing« im Kino lief? Wo warst du, als die Mauer fiel? – meistens reichen ein paar Stichworte und schon sind sie da: die Erinnerungen, die unser Leben prägen. Die erste Liebe, »November Rain« von Guns N ́ Roses, Tschernobyl, Miami Vice, Massive Attack, die erste Zigarette, der Tod von Lady Di – sofort entstehen Bilder im Kopf, die wir nie vergessen werden, sie sind der Stoff, der uns verbindet und uns in Geschichten schwelgen lässt. Es sind die prägenden Erinnerungen an eine Zeit, in der wir unsere Freunde vom Festnetz aus anriefen und stolz auf unseren Walkman waren, in der »Wetten, dass ...?« noch eine große Show war und in der wir dachten, von Hermann Hesse könne man fürs Leben lernen.

Matthias Kalle, Jahrgang 1975, und heute stellvertretender Chefredakteur des ZEITmagazins, nimmt uns in seinem fulminanten Buch „Als wir für immer jung waren“ noch einmal mit „Zurück in die Zukunft“: vom ersten Kuss (der eigentlich immer der zweite war) bis Kurt Cobain, von der Raucherecke bis zur Love Parade, von Tamagotschi bis Harald Schmidt beschwört er die prägenden Erinnerungen unseres Lebens herauf – 90 davon sind in diesem Buch.

"Ich glaube, dass sich aus unseren Erinnerungen unsere Biografie zusammensetzt. Aus den Erinnerungen an all das, was war, was vergangen ist, was nicht wiederkommt, was wir nicht loswerden, was uns begleitet und geprägt hat, was wir vermissen und was wir bedauern, worüber wir lachen und uns ärgern und schämen – an all das, was wir waren. Und dadurch auch an all das, was wir heute sind."

Matthias Kalle heulte im Kino, als E.T. wieder nach Hause flog, sparte sein Taschengeld für einen Walkman, verknallte sich in Winona Ryder und war nie auf einer Love Parade. Kalle, geboren 1975, ist stellvertretender Chefredakteur des ZEITmagazins. Er gewann den Axel-Springer-Preis und wurde für den Egon-Erwin-Kisch-Preis nominiert.

Olli Schulz, geboren 1973 in Hamburg, ist Moderator, Schauspieler und Singer-Songwriter. Mit seiner Band "Olli Schulz und sein Hund Marie" sowie als Solokünstler veröffentlichte er bereits mehrere Platten. Einem breiten TV-Publikum wurde er durch Shows wie "neoParadise", "Circus HalliGalli" oder "Schulz & Böhmermann" bekannt.

Wer sich das Buch vor Ort am Büchertisch kauft bekommt es sogar signiert!!

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem S. Fischer Verlag und der Buchbox Berlin.

Die stillen Trabanten Geschichten aus der Nacht. Clemens Meyer ist ein Meister der Kurzgeschichte. Ein Lokführer, der die Nachtfahrten liebt, bis ein lachender Mann auf den Schienen steht. Ein Wachmann, der seine Runden um das Ausländerwohnheim dreht und sich in die Frau hinter dem Zaun verliebt. Ein Imbissbudenbesitzer, der am Hochhausfenster steht und auf die leuchtenden Trabanten der Nacht schaut. Souverän, rauschhaft und traumwandlerisch sicher erzählt Clemens Meyer von verlorenen Schlachten und überwältigenden Wünschen. Es sind Geschichten aus unserer Zeit, so zerrissen wie unser Leben, so düster wie die Welt, so schön wie die schönsten Hoffnungen.

Clemens Meyer
Foto: Gaby Gerster
Clemens Meyer, geboren 1977 in Halle/Saale, lebt in Leipzig. 2006 erschien sein Debütroman ›Als wir träumten‹, es folgten ›Die Nacht, die Lichter. Stories‹ (2008), ›Gewalten. Ein Tagebuch‹ (2010), der Roman ›Im Stein‹ (2013) sowie die Frankfurter Poetikvorlesungen ›Der Untergang der Äkschn GmbH‹ (2016). Für sein Werk erhielt Clemens Meyer zahlreiche Preise, darunter den Preis der Leipziger Buchmesse. ›Im Stein‹ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und wurde mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. ›Als wir träumten‹ wurde 2015 von Andreas Dresen für das Kino verfilmt und lief im Wettbewerb der Berlinale.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem S. Fischer Verlag und der Buchbox Berlin.

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