Unter seinem Pseudonym Pascel Mercier ist er bekannt als Schöpfer vom „Nachtzug nach Lissabon“. Unter seinem richtigen Namen Peter Bieri erschien am 06. September 2011 im Residenzverlag „Wie wollen wir leben“:

„Wir wollen über unser Leben selbst bestimmen. Das sind Worte, die leidenschaftliche Zustimmung finden, und wir haben den Eindruck, daß sie von den beiden wichtigsten Dingen handeln, die wir kennen: von unserer Würde und unserem Glück. Doch was bedeuten die vertrauten Worte eigentlich? In welchem Sinn kann ich über mein Leben bestimmen? Wir wollen in Einklang mit unseren eigenen Gedanken, Gefühlen und Wünschen leben. Wir möchten nicht, daß uns jemand vorschreibt, was wir zu denken, zu sagen und zu tun haben. Keine Bevormundung durch die Eltern, keine verschwiegene Tyrannei durch Lebensgefährten, keine Drohungen von Arbeitgebern und Vermietern, keine politische Unterdrückung. Niemand, der uns zu tun nötigt, was wir von uns aus nicht möchten.“

Der Philosoph Peter Bieri geht zentralen Fragen des menschlichen Lebens nach: Was heißt es, dass wir trotzdem Einfluss auf unser Leben nehmen können, so dass es uns nicht einfach nur zustößt? Was für eine Rolle spielt dabei Selbsterkenntnis? Wann sind die Anderen eine Hilfe für Selbstbestimmung und wann ein Hindernis? Wie hängen Selbstbestimmung und kulturelle Identität zusammen? Und welche Bedeutung hat die Literatur für all das?

 

Peter Bieri

Geboren 1944 in Bern, war bis zu seinem Ruhestand in 2007 Professor für analytische
Philosophie an der Freien Universität Berlin. Zuvor Professor in Heidelberg, Bielefeld
und Marburg. Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften, Auszeichnung mit
der Lichtenberg-Medaille, Ehrendoktor der Universität Luzern. Unter dem Namen Pascal
Mercier Autor von vier Romanen, darunter „Nachtzug nach Lissabon“ und „Lea“. Für das
literarische Werk ausgezeichnet mit dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis und dem Premio
Grinzane Cavour.

Wenn am Donnerstag die »Zeit« erscheint oder am Sonntag der Berliner »Tagesspiegel«, dann gibt es viele, die diese Blätter nur wegen eines einzigen Textes kaufen: Der Kolumne von Harald Martenstein!
Martensteins Texte sind witzig, nachdenklich, sarkastisch, skurril, manchmal auch wütend. Sie stellen die Regeln der politischen Korrektheit auf den Kopf, oft balancieren sie auf dem schmalen Grat zwischen Literatur und Nonsens. Thema der Kolumne ist – der deutsche Alltag, dieses Buch enthält Martensteins beste Glossen aus den vergangenen Jahren.

„Über Altersvorsorge
….Hier mein Rat an die Jugend.
Lebt in vollen Zügen. Feiert. Lasst es krachen. Ignoriert – das ist das Wichtigste ! – alle Vorsorge- und Anlage-Angebote. … Verlasst euch auf die staatliche Grundsicherung. ….
Kauft rechtzeitig alle Sachen, die ihr im Alter brauchen könnt und die haltbar sind, Kleidung, Möbel, Weinkeller, Cognac, Bücher, Musikanlage. Das werden sie euch nicht wegnehmen, weil der Verwaltungsaufwand zu groß ist. Besorgt euch zum Obst- und Gemüseanbau einen Garten, und zwar über einen Strohmann, sonst wird das Obst von der Grundsicherung abgezogen.“

Harald Martenstein
Der Autor der Kolumne „Martenstein“ im „ZEITmagazin“ und Redakteur beim Berliner „Tagesspiegel“ wurde 1953 geboren. 2004 erhielt er den Egon-Erwin-Kisch-Preis. Sein Roman „Heimweg“ wurde im September 2007 mit der Corine ausgezeichnet, 2010 erhielt er den Curt-Goetz-Ring. Außerdem erschienen seine Kolumnensammlungen „Männer sind wie Pfirsiche. Subjektive Betrachtungen über den Mann von heute mit einem objektiven Vorwort von Alice Schwarzer“ und „Der Titel ist die halbe Miete. Mehrere Versuche über die Welt von heute“.

»Aus guten Geschichten lässt sich viel Kraft schöpfen. Und auch Selbsterkenntnis«, erklärte Guterson. »Wir können einiges über uns erfahren, wenn wir uns an den Protagonisten einer Geschichte messen.« »Ed King« ist eine solche Geschichte.
Walter, der als Versicherungsmathematiker davon lebt, Risiken zu berechnen, geht das größte Risiko seines Lebens ein, als er sich von Diane, dem minderjährigen Au-pair
der Familie, verführen lässt. Schwanger geworden, erpresst sie Walter und setzt das Baby aus, bevor sie ihr Glück in Portland versucht. Ihr Baby wird von einem kinderlosen wohlhabenden Ehepaar adoptiert und Edward King genannt, er ist hochbegabt und wird Internet-Tycoon, der »King of Search« – der sein schnelles Erfolgsleben auf ein Schicksal zulebt, das außerhalb seiner Macht steht.

Ein Buch über drei Menschen im Kampf um ihren amerikanischen Traum, die an der zerstörerischen Kraft ihrer Leidenschaft scheitern. „Ein Bild der USA unserer Zeit –
großartig und fesselnd“ sagt die Daily Mail über dieses wundervolle Werk, das die Intensität von „Schnee, der auf Zedern fällt“ noch übertrifft.


David Guterson

Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern auf Bainbridge Island im Puget Sound westlich von Seattle. Mit seinem ersten Roman »Schnee, der auf Zedern fällt« 
erlangte David Guterson Weltruhm. Kritiker und Leser beeindruckte seine empfindsampsychologische Schreibweise, mit der er von existenziellen Themen erzählt.

Die Deutschen Texte liest Christian Brückner (u.a. bekannt für seine Synchronstimme als Robert de Niro), es moderiert Jörg Thadeusz von rbb und Radio Eins.

Die Lesung findet in Zusammenarbeit mit dem HOFFMANN UND CAMPE VERLAG in Kooperation mit der U.S. Botschaft statt.


Feministinnen wie Alice Schwarzer und Strukturkonservative wie Eva Herman haben eines gemeinsam: Sie wissen genau, wie das richtige Frauenleben auszusehen hat.
»Wir brauchen keine Rollendiktate, weder von der einen noch der anderen Seite, und auch nicht von der Politik« meint die Ministerin Kristina Schröder dazu in
diesem neuen Buch.

Kristina Schröder hat Karriere gemacht und gerade ein Kind bekommen. Steht sie deshalb für ein Leitbild, an dem junge Frauen sich orientieren sollen? Nein, sagt sie,
die Frauen von heute brauchen keine Leitbilder! Feministinnen machen den gleichen Fehler wie die Strukturkonservativen auf der anderen Seite des politischen Spektrums:
Beide schreiben vor, wie das ideale Frauenleben auszusehen hat. »Gefährlich und falsch!«, sagt Kristina Schröder. Frauen (und Männer!) sollen endlich frei wählen
können, wie sie ihr Leben gestalten wollen, ob mit oder ohne Familie, mit oder ohne Karriere. Diese Entscheidungen sind privat. Politik sollte keine Leitbilder vorgeben,
sondern sicherstellen, dass alle Männer und Frauen Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben haben und ihrer Verantwortung in Familie und Partnerschaft gerecht werden
können. Welche Wege dahin führen, zeigt sie in diesem zugleich politischen und persönlichen Buch – angriffslustig und klar. Über ihre Überzeugungen spricht sie mit
der Moderatorin des Abends, Ursula Weidenfeld.

 

Kristina Schröder

geb. Köhler, Jahrgang 1977, Dr. phil., ist Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ihre Tochter kam im Juni 2011 auf die Welt.

 

Eine Kooperation mit dem PIPER Verlag.

Helge Timmerberg hat den letzten, ihm noch unbekannten Kontinent bereist, sieben Monate lang, von Nord nach Süd, von Ost nach West durchstreift. Afrika lag vor ihm wie eine Großwildjagd nach Geschichten. 
In den Großstädten inspizierte er die Hölle auf Erden, in der Serengeti das Paradies. Er war mit Buschfliegern unterwegs, mit uralten Dampfern und bangte bei einem nächtlichen Fußmarsch um sein Leben. Er schwamm mit Krokodilen, wurde von einem Elefanten attackiert und von einem Strauß verfolgt. Er besuchte die weißen Strände von Sansibar, die Nilquellen in Burundi und die schönste Insel Afrikas, die Ilha de Moçambique. Er wurde im Senegal mit einem Voodoozauber belegt und lernte in Malawi das kleine Einmaleins der Korruption kennen. Er zog  durch die Reggaekneipen von Dakar, traf Edelsteinhändler, Missionare, Piraten und – Lisa. Dank ihr verbindet sich seine Liebe zum Abenteuer mit dem Abenteuer der Liebe. Beides hat seine Risiken: durchgeknallte Gefühle. Das berühmte "afrikanische Fieber": Helge Timmerberg hat es gesucht und gefunden. Ein hintergründiges, lebenskluges und lustiges Buch – und eine ebenso exzentrische wie sympathische Abenteurergeschichte, wie sie heute kaum noch zu erleben ist.


Helge Timmerberg,

geboren 1952 in Dorfitter (Hessen), ist Abenteurer, Journalist und Reiseschriftsteller. Er schreibt Reportagen aus allen Teilen der Welt, unter anderem für «Stern», «Die Zeit», «Merian» und «Playboy».
Sibylle Berg über ihn: «Den ersten richtig großen und tiefen Neid empfand ich, als ich Helge Timmerberg kennenlernte. Er war in meiner Generation der beste Schreiber Deutschlands und der freieste Mensch, den ich jemals getroffen habe.»  Helge liest aus seinem neuen Buch, das im März bei Rowohlt erschienen ist.

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