Lesung mit Sven Stricker & Bjarne Mädel Sven Stricker wurde 1970 in Tönning geboren und wuchs in Mülheim an der Ruhr auf. Er studierte Komparatistik, Anglistik und Neuere Geschichte. Seit 2001arbeitet er als freier Wortregisseur, Bearbeiter und Autor und gewann in dieser Funktion mehrmals den Deutschen Hörbuchpreis. Mit „Sörensen hat Angst“ war Sven Stricker für den Glauser-Preis 2017 nominiert, die gleichnamige Verfilmung gewann 2021 den Deutschen Fernsehkrimipreis sowie den österreichischen Fernsehpreis Romy. Er lebt in Potsdam und hat eine Tochter.

Im dritten Roman von Sven Stricker gibt Kommissar Sörensen, gerade erst endgültig von Hamburg in das nordfriesische Katenbüll umgezogen, die Hoffnung auf, in der Provinz Ruhe zu finden. Im Koog wird eine Leiche gefunden – erstochen mit einem Schraubenzieher. Und der letzte Mensch, der den Toten lebend gesehen hat, ist spurlos verschwunden: der junge Ole Kellinghusen, werdender Vater und ein guter Freund von Sörensen. Der immer noch unter seiner Angststörung leidende Ermittler stellt fest: Die Angst kennt viele Gesichter. Und der Tote hat sich jahrelang auf das Ende der Welt vorbereitet – nur nicht auf sein eigenes.

Sörensen am ende der Welt

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Rowohlt Verlag und der Buchbox!Berlin.

Jo Schück arbeitete nach seinem Studium der Publizistik, Philosophie und BWL in Mainz und Sydney bei verschiedenen Printmedien und Radiosendern. Nach einem Volontariat beim ZDF wurde er Reporter in der Politik-Redaktion. Zum Start von zdf.kultur (2011) dem damaligen öffentlich-rechtlichen Popkultur-Sender, wurde er einer der Hauptmoderatoren. Parallel agierte er als On-Reporter und Autor für politische Dokumentationen.  Seit 2014 moderiert er die Sendung aspekte im ZDF, außerdem die Konzertreihe zdf@bauhaus, seit 2020 außerdem  das politische Debattenformat 13 Fragen. 2020 erschien Nacht im Hotel (dtv), ein Sachbuch  über Freundschaft, „die kleine Schwester der Solidarität“. Schück war nominiert für Grimme- und Fernsehpreis und ist ausgezeichnet mit dem CNN Journalist Award.

Tobias Schlegl, Jahrgang 1977, moderierte lange beim Musiksender Viva, später die Satiresendung Extra 3 und das Kulturmagazin aspekte. Im Sommer 2016 gab er den Großteil seiner Fernsehjobs auf und absolvierte eine dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter. Mittlerweile ist er als Sanitäter und Moderator tätig.

2020 erschien der Bestseller „Schockraum“, der Einblicke in diesen wichtigen Beruf gewährt, der sonst nur den Mitarbeiter:innen vorbehalten ist.

„Nackt im Hotel – Wie Freundschaft der Liebe den Rang abläuft“

Jo Schück, bekannt als aspekte-Moderator und Kulturjournalist, wagt eine radikale These: In der heutigen Zeit, die von gesellschaftlichen Umbrüchen und Globalisierung geprägt ist, in der Sicherheiten gesellschaftlich abhandenkommen und klassische Familienstrukturen sich auflösen, gibt es nur eine beständige Bindung: Freundschaft. Sie gibt uns den Halt, den wir anderswo nicht mehr finden – weder in Liebesbeziehungen noch im familiären Umfeld. Er kombiniert Kurzgeschichten zum Thema Freundschaft mit hervorragend recherchierten Gesellschaftsanalysen. Er spannt dabei den Bogen von allgemeinen Aussagen über das Wesen der Freundschaft, über Zeitgeist-Phänomene wie Instagram-Dates, Freundschaft plus und Single-Haushalte bis hin zum gesellschaftspolitischen Wert, der Freundschaft heutzutage eingeräumt werden sollte.

 

"Schockraum"

Irgendetwas stimmt nicht im Leben von Notfallsanitäter Kim. Zwischen Nachtschichten und Zwölf-Stunden-Diensten fühlt er sich wie betäubt, ist ängstlich und macht Fehler. Seine Beziehung zu Marie geht in die Brüche. Erst mit der Zeit wird Kim klar, dass all die Probleme mit einem traumatischen Einsatz zu tun haben. Als sein bester Freund Benny ihn auf einen Roadtrip ans Meer mitnimmt, bietet sich Kim ein unverhoffter Ausweg.  Und er spürt, dass er sich endlich seinen Ängsten stellen muss…

 Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG, Piper Verlag und der Buchbox!Berlin.

Wahrheit oder PflichtLena Kupke, Jahrgang 1986, ging nach ihrem Studium ans Theater, um dort erste Schauspielerfahrungen zu sammeln. Kurz darauf schrieb und inszenierte sie ihre ersten eigenen Theaterstücke. Mittlerweile ist sie Stand Up Comedienne und Autorin. Sie ist unter Anderem bekannt aus ZDF, ¹ Live und NightWash. Ihr 30 Minuten Stand Up Comedy Spezial ist zur Zeit in der ZDF Mediathek zu sehen.

Lena Kupke ist genauso, wie es dieser Name vermuten lässt – ein deutsches weißes Mädchen, das zunächst die Erwartungen anderer erfüllt. Bis sie alles, also ihren Bachelor, hinschmeißt und das einzig Wahre macht: Sie schreibt sich die Hauptrolle in ihrer eigenen Telenovela. So sieht privilegierte „Rebellion“ aus.

Wie das alles mit Periodengeschichten aus der Stand-Up-Comedy-Bühne enden konnte, weiß sie selbst nicht genau. Was Lena aber weiß, ist dass Liebeskummer endlich ist. Beziehungsarbeit nervt und nichts wichtiger ist als die richtigen Freund:innen. Und genau dann, wenn eigentlich alles easy peasy für Lena läuft, sagt ihre Frauenärztin: „Ihre Eier sind übrigens auch 35 Jahre alt, entscheiden Sie sich, sonst entscheidet die Natur für Sie.“

Lena Kupke beleuchtet nahbar und selbstironisch die Themen, mit denen die meisten Frauen früher oder später konfrontiert werden. Ihre Geschichte ist eine von Gefälligkeit, Rebellion, Unisicherheit, Liebe, Mut und dem Kampf, einen eigenen Lebensentwurf zu leben.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Piper Verlag und der Buchbox!Berlin

Wann warst du das letzte Mal richtig wütend?

Frauen, die ihrer Wut freien Lauf lassen, haben schnell einen schlechten Ruf. Doch diese Wut kann eine mächtige Waffe gegen persönliche  und politische Unterdrückung sein. Ciani-Sophia Hoeder fragt nach: Wie haben wütende Frauen Geschichte und Popkultur geprägt?

Welchen Einfluss haben die Erziehung von Mädchen und der abfällige Umgang mit Sorgearbeit auf die seelische Gesundheit von Frauen?

Und wie wird aus Wut Mut zur Veränderung? Wut ist eine ungeliebte Emotion. Sie gilt als destruktiv, unkontrolliert und unsouverän. Dabei ist Wut eines der wichtigsten Gefühle: Sie ist wie ein Indikator und weist auf Ungerechtigkeiten hin, lasst uns Hürden überwinden  und nach Lösungen suchen. Akzeptanz bestätigt den Status Quo, Wut hingegen zeigt uns einen Weg vorwärts.

Vor allem für Frauen!

 

Ciani-Sophia Hoeder ist freie Journalistin, SZ-Magazin-Kolumnistin sowie Gründerin und Geschäftsführerin von RosaMag, dem ersten  Online-Lifestylemagazins für Schwarze Frauen in Deutschland. Sie studierte Politik und Journalismus in Berlin und London  und berichtete über alltäglichen und institutionellen Rassismus, das Dasein als Millennial, intersektionalen Feminismus und Popkultur. Mit dem RosaMag war sie 2020 für den Grimme Online Award nominiert.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit hanserblau und der Buchbox!Berlin.

 

Foto: Klaus-Maria Einwanger / © Diogenes Verlag franz roulette© Diogenes VerlagMartin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington Périgord und war 25 Jahre lang bei der britischen Tageszeitung „The Guardian“. Heute ist er im Vorstand eines Think-Tanks für Topmanager in Washington. Seine „Bruno“- Romane erscheinen in 18 Sprachen.


Französisches Roulette

Im 13. Fall für Bruno, Chef de police, bringt Martin Walker seine Erzählkunst ebenso ein wie seine Expertise als Historiker un politischer Journalist, um seine Leser zu fesseln. Im Périgord leben die Menschen lang und glücklich. Darauf spekuliert auch der Witwer driant, als er seinen ganzen Besitz auf ein lebenslanges Wohnrecht in einer schicken Seniorenresidenz setzt. Er weiß nicht, dass das Roulette-Rad tausende Kilometer weit entfernt von einem russischen Oligarchen gedreht wird. Kurz darauf ist Driant tot – rien ne va plus. Nur Bruno ahnt das große Spiel dahinter. Seine erste Spur führt ins malerische Cháteau einer Rocklegende.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Diogenes Verlag AG und der Buchbox!Berlin.

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