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Affenwerdung Kann man über Geschmack streiten? Warum reden wir übers Wetter? Warum sollen wir am »gesellschaftlichen Dialog« teilnehmen, warum gar »gesamtgesellschaftliche Debatten« führen? Warum gibt es Brand-, aber keine Löschreden? Und wie bringt uns all das Gerede im Streit um vernünftiges Handeln, den idealen Staat oder gar Gott weiter? Stirbt das Hirn am Ende gar den Redetod?

Daniel Rapoport untersucht unsere Kommunikationsgewohnheiten und gibt sich mit dem Gejammer über die Schwatzgesellschaft nicht zufrieden. Seine Beobachtungen sind klar und witzig; er geht theoriefreudig vor oder nimmt empirische Umwege und überrascht mit provokanten Schlüssen. Kann sein, der Titel seines Buchs legt das Verblöden durch Reden etwas zu nahe; der Autor hofft nicht minder auf das Erklugen.

Daniel H. Rapoport, geboren 1971 in Berlin, studierte Chemie an der TU Berlin und entwickelt derzeit als Wissenschaftler Technologien zur Analyse und Vermehrung menschlicher und tierischer Zellen am Fraunhofer Institut (EMB) in Lübeck. Neben naturwissenschaftlichen Arbeiten veröffentlichte er Essays in Zeitschriften und Sammelbänden.

Am 25.1.18 stellte er "Anteil des Redens an der Affenwerdung des Menschen" erstmalig einem großen Publikum vor. Überraschungsgast war Marco Tschirpke.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Buchbox Berlin und dem Eulenspiegel Verlag.
Foto © Michael Tschechow Studios
Foto © Michael Tschechow Studios
Für Kinder ab 5 Jahre: Ein wahrer Märchenklassiker neu interpretiert durch die Schauspielstudent*innen des Michael Tschechow Studios Berlin.

Es war einmal ein Müller, der hatte drei Söhne, seine Mühle, einen Esel und einen Kater; die Söhne mußten mahlen, der Esel Getreide holen und Mehl forttragen, die Katze dagegen die Mäuse wegfangen. Als der Müller starb, teilten sich die drei Söhne in die Erbschaft: der älteste bekam die Mühle, der zweite den Esel, der dritte den Kater; weiter blieb nichts für ihn übrig. Da war er traurig und sprach zu sich selbst: »Mir ist es doch recht schlimm ergangen, mein ältester Bruder kann mahlen, mein zweiter auf seinem Esel reiten – was kann ich mit dem Kater anfangen? Ich laß mir ein Paar Pelzhandschuhe aus seinem Fell machen, dann ist‘s vorbei.«

Grafik Gestiefelter Kater »Hör«, fing der Kater an, der alles verstanden hatte, »du brauchst mich nicht zu töten, um ein Paar schlechte Handschuhe aus meinem Pelz zu kriegen; laß mir nur ein Paar Stiefel machen, daß ich ausgehen und mich unter den Leuten sehen lassen kann, dann soll dir bald geholfen sein.« Der Müllersohn verwunderte sich, daß der Kater so sprach, weil aber eben der Schuster vorbeiging, rief er ihn herein und ließ ihm die Stiefel anmessen. Als sie fertig waren, zog sie der Kater an, nahm einen Sack, machte dessen Boden voll Korn, band aber eine Schnur drum, womit man ihn zuziehen konnte, dann warf er ihn über den Rücken und ging auf zwei Beinen, wie ein Mensch, zur Tür hinaus.

Spiel: Jasmin Loreen, Marie Dolderer, Claudia Grobelsek-Vracko, Pia Louise Jahn, Jan Philip Moerbeek, Valentin Schade, Marie-Hendrikje van de Ven
Einstudierung: Beate Krützkamp
Dauer: 55 min

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Buchbox Berlin
Foto: © Michael Wendler
Foto: © Michael Wendler
Musik für Kinder Wir freuen uns, dass wir den wunderbaren Kinderliedermacher Fredrik Vahle ankündigen durften! Er gab zwei vorweihnachtliche Kinderkonzerte.

Fredrik Vahle ist mit seinen Kinderliedern und Geschichten seit über 30 Jahren im deutschsprachigen Raum, aber auch etwa über Goethe-Institute in Lateinamerika und Osteuropa unterwegs. Eltern und Kinder singen und tanzen begeistert gemeinsam mit, wenn Anne Kaffeekanne, der Cowboy Jim aus Texas, der Hase Augustin und Flupp, der kleine Flipper den Katzentatzentanz tanzen. Seine Lieder und Geschichten sind in jedem Kindergarten und Grundschullesebuch vertreten. „Bewegliche Lieder“ macht der „Kindermusikprofessor“, der neben vielen Workshops im In- und Ausland zu seinem großen Thema „Sprache und Bewegung“ auch Sprachwissenschaft an der Uni Gießen lehrt – auf seine etwas andere Art, die ihm als erstem Kinderliedermacher immerhin auch das Bundesverdienstkreuz einbrachte.

Es erklangen neue und altgeliebte seiner Lieder, aber auch Geschichten aus einem seiner beliebten Bücher wie zum Beispiel von „Fischbrötchen“, der naseweisen Schildkröte oder etwas aus seinem Gedicht- und Erzählbuch „Ich und Du und der Drache Fu“. Und natürlich lässt er uns schon den Winterhauch um die Nase wehen und singt und erzählt aus der vielleicht schönsten Jahreszeit und der Vorfreude auf Weihnachten.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Buchbox Berlin.
Berliner Puppentheater Theater für Kinder Am 19.11. sind sie wieder bei uns zu Gast: Das wunderbare Berliner Puppentheater! Dieses Mal spielen sie "Pettersson & Findus. Aufruhr im Gemüsebeet". Und das gleich zweimal hintereinander.

Und darum geht's in "Aufruhr im Gemüsebeet":
Es war ein Tag wie im Bilderbuch. In allen Büschen sangen die Vögel, das Gras wuchs und die ganze Luft war so voll von Frühling, dass der alte Pettersson und sein Kater endlich ihren Gemüsegarten bestellen konnten. Der Alte grub und harkte und säte, während Findus, der Gemüse nicht ausstehen konnte, Fleischklößchen pflanzte; das heißt, wenn er nicht gerade herumflitzte und Käfer erschreckte. Alles war wie jedes Jahr - bis ein Haufen wild gewordener Hühner, ein Schwein und sechs Rindviecher für Aufruhr im Gemüsebeet sorgten...

Über das Berliner Puppentheater:
Die Familie Brahim zeichnet sich durch jahrelange Erfahrung, handgefertigte Figuren, detailgetreue Kulissen und ihrer klassisch traditionellen Bühnen aus. In den von ihnen gespielten Inzenierungen werden die Figuren selbstverständlich live gesprochen, so dass die Kinder in das Geschehen einbezogen werden und somit ein fortwährender Dialog mit dem kleinen Publikum besteht. Ob Märchen, lustige Geschichten oder Themen, die die Kinder zum Lernen anhalten, in ihrem Repertoire ist alles vorhanden.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Buchbox Berlin.
Eine Autobiografie

Foto: © Stefan Fuertbauer
Foto: © Stefan Fuertbauer
Adele Neuhauser ist ein Kind zweier Welten. Als ihr griechischer Vater und ihre österreichische Mutter sich trennen, beschließt die erst 9-jährige Adele beim Vater zu leben – eine Entscheidung, die Gefühle von Schuld und Zerrissenheit auslöst. Sie wird sich und ihrer Umwelt sechs Selbstmordversuche antun. Aber sie übersteht diese schwere Zeit und geht weiter.

Den forschen Gang lernt Adele von ihren Großeltern, beide Künstler. Bald setzt sie ihn als Schauspielerin auf der Bühne ein. Er wird ihr Markenzeichen, genau wie ihre ungewöhnliche dunkle Stimme. Seit sie im Wiener „Tatort“ einem Millionenpublikum die verletzliche und verletzte Figur der Bibi Fellner in die Herzen spielt, liebt man diese sympathisch-unkonventionelle Frau im gesamten deutschsprachigen Raum. Adele Neuhausers Leben ist eine Geschichte voller Glück, Neugier und Mut, aber auch voll schwerer Entscheidungen und Zeiten der Trauer. Mit großer Offenheit schaut sie zurück – und mit unbändiger Lust auf Neuanfänge blickt sie nach vorne: Eine Haltung, die uns allen Mut machen kann.

Adele Neuhauser startete ihre Karriere als Schauspielerin in Deutschland. In Regensburg spielte sie den Mephisto, in Mainz verlieh sie der Medea eine raubtierhafte Präsenz, in „Vier Frauen und ein Todesfall“ ist sie eine resolute Amateur-Ermittlerin und seit 2010 ermittelt sie als Bibi Fellner an der Seite von Harald Krassnitzer im Wiener Tatort. Demnächst wird sie als Helene Weigel in einem Dokudrama über Bert Brecht zu sehen sein.

Hier gibt es einen kleinen Video-Einblick.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der BUCHBOX! Berlin und dem Christian Brandstätter Verlag.

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