Wann warst du das letzte Mal richtig wütend?

Frauen, die ihrer Wut freien Lauf lassen, haben schnell einen schlechten Ruf. Doch diese Wut kann eine mächtige Waffe gegen persönliche  und politische Unterdrückung sein. Ciani-Sophia Hoeder fragt nach: Wie haben wütende Frauen Geschichte und Popkultur geprägt?

Welchen Einfluss haben die Erziehung von Mädchen und der abfällige Umgang mit Sorgearbeit auf die seelische Gesundheit von Frauen?

Und wie wird aus Wut Mut zur Veränderung? Wut ist eine ungeliebte Emotion. Sie gilt als destruktiv, unkontrolliert und unsouverän. Dabei ist Wut eines der wichtigsten Gefühle: Sie ist wie ein Indikator und weist auf Ungerechtigkeiten hin, lasst uns Hürden überwinden  und nach Lösungen suchen. Akzeptanz bestätigt den Status Quo, Wut hingegen zeigt uns einen Weg vorwärts.

Vor allem für Frauen!

 

Ciani-Sophia Hoeder ist freie Journalistin, SZ-Magazin-Kolumnistin sowie Gründerin und Geschäftsführerin von RosaMag, dem ersten  Online-Lifestylemagazins für Schwarze Frauen in Deutschland. Sie studierte Politik und Journalismus in Berlin und London  und berichtete über alltäglichen und institutionellen Rassismus, das Dasein als Millennial, intersektionalen Feminismus und Popkultur. Mit dem RosaMag war sie 2020 für den Grimme Online Award nominiert.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit hanserblau und der Buchbox!Berlin.

 

Foto: Klaus-Maria Einwanger / © Diogenes Verlag franz roulette© Diogenes VerlagMartin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington Périgord und war 25 Jahre lang bei der britischen Tageszeitung „The Guardian“. Heute ist er im Vorstand eines Think-Tanks für Topmanager in Washington. Seine „Bruno“- Romane erscheinen in 18 Sprachen.


Französisches Roulette

Im 13. Fall für Bruno, Chef de police, bringt Martin Walker seine Erzählkunst ebenso ein wie seine Expertise als Historiker un politischer Journalist, um seine Leser zu fesseln. Im Périgord leben die Menschen lang und glücklich. Darauf spekuliert auch der Witwer driant, als er seinen ganzen Besitz auf ein lebenslanges Wohnrecht in einer schicken Seniorenresidenz setzt. Er weiß nicht, dass das Roulette-Rad tausende Kilometer weit entfernt von einem russischen Oligarchen gedreht wird. Kurz darauf ist Driant tot – rien ne va plus. Nur Bruno ahnt das große Spiel dahinter. Seine erste Spur führt ins malerische Cháteau einer Rocklegende.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Diogenes Verlag AG und der Buchbox!Berlin.

Archiv der GefühlePeter Stamm liest in der BackfabrikAm 21. September um 20:00 Uhr freuten wir uns auf den Besuch von Peter Stamm. Er studierte einige Semester Anglistik, Psychologie und Psychopathologie und übte verschiedene Berufe aus, u.a. in Paris und New York. Er lebt in der Schweiz und arbeitet seit 1990 als freier Autor. Er schrieb zahlreiche Hörspiele und Theaterstücke. 1998 erschien sein erster Roman "Agnes". Seither sind fünf Erzählsammlungen und sechs weitere Romane erschienen, zuletzt 2021 "Das Archiv der Gefühle".

Peter Stamms Roman "Das Archiv der Gefühle" fragt, ob wir im Leben unsere Chancen erkennen?

Die Sängerin Fabienne heißt eigentlich Franziska, und es ist vierzig Jahre her, dass sie eng befreundet waren und er ihr seine Liebe gestand. Fast ein ganzes Leben. Seitdem hat er alles getan, um Unruhe und Unzufriedenheit von sich fernzuhalten. Er hat sich immer mehr zurückgezogen und nur noch in der Phantasie gelebt. Er hat sein Leben versäumt. Aber jetzt taucht Franziska wieder auf. Gefährdet das seine geschützte Existenz, oder nimmt er diese zweite Chance wahr?

Freuen Sie sich darauf, mit Peter Stamm ins Gespräch zu kommen.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Fischer, S. Verlag GmbH und der Buchbox!Berlin.



Annabelle MandengMit Annabelle Mandeng

Am 1. September um 20:00 Uhr freuten wir uns auf den Besuch von Schauspielerin, Moderatorin und Autorin Annabelle Mandeng. Auf der Kinoleinwand war Annabelle zuletzt an der Seite von Welket Bungué, Jella Hase und Albrecht Schuch in Burhan Qurbanis großartiger Verfilmung von „Berlin Alexanderplatz“ (Alfred Döblin) zu sehen. Jetzt ist ihr erstes Buch erschienen:

„Mein Leben ist durchzogen von Tiefschlägen, Unfällen, Erfolgen und Misserfolgen, Enttäuschungen, aber auch großer Heiterkeit. All die physischen und finanziellen Kämpfe lassen mich wachsen, neue Dinge lernen und stärken mich letztendlich.“

„Umwege sind auch Wege!“, findet sie. Ihre Wege und Umwege haben Annabelle dahin gebracht, wo sie heute ist. Stoppschilder gibt es für sie nicht, es sei denn, sie hält sie selbst hoch. Ob sie von den Nachbar*innen „Schokokind“ genannt wird, bei einem Autounfall fast ihren linken Arm verliert, in Pakistan als Schwarze Tochter einer blonden alleinerziehenden Mutter gemobbt wird oder Stangen und Schrauben im Rücken hat – unbeirrbar, mutig und, wenn nötig, auch geduldig bahnt Annabelle Mandeng sich ihren Weg.

Die Premierenfeier in der Backfabrik.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Eden Books und der Buchbox!Berlin.

Fredrik Vahle KatzentatzentanzDr. Natasha A. Kelly (Foto: ©privat) ist Schwarze Deutsche und arbeitet als Autorin, Kuratorin, Dozentin und Künstlerin zu Kolonialismus, Feminismus und Rassismus.

In ihrem Buch „Rassismus – Strukturelle Probleme brauchen strukturelle Lösungen!“ setzt sie Impulse für eine längst überfällige Diskussion:

Rassismus ist eine Ideologie, die seit Langem unsere gesamte Gesellschaft durchzieht und ihre Strukturen prägt – in der öffentlichen Debatte wird jedoch meist allein auf der individuellen Ebene nach Lösungen gesucht. Wir müssen aber die strukturelle Dimension des Rassismus verstehen, um erfolgsversprechende Maßnahmen dagegen entwickeln zu können.

Kommen Sie mit Dr. Natasha A. Kelly ins Gespräch!

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Atrium und der Buchbox!Berlin.

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